A & H Nittnaus Burgenland Cuvée 2011

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von Alex. Schilling nittnaus weinblog nittnaus weinblog nittnaus weinblog nittnaus weinblog nittnaus weinblog nittnaus weinblog

Einen Wein vom Weingut A & H Nittnaus aus Österreich zu bringen, ist wahrlich keine Entdeckung. Das 25ha Weingut ist seit Jahren etabliert und einer der Vorzeigebetriebe aus dem Burgenland. Das auch, weil es für eine naturnahe Vinifikation steht und den Weinen die Zeit lässt, die sie brauchen. Mit Industriewein hat das wirklich nichts zu tun.

Das heutige Cuvée ist der Einsteiger in die Rotweine und besteht zum einen aus Zweigelt und zum anderen dem mir bis dahin völlig unbekanntem Rösler. Der Wein wurde nach den Angaben des Winzers spontan vergoren, danach im Stahltank ausgebaut und lag für 15 Monate im großen, alten Holzfass. Der Wein gehört dennoch in die Kategorie Alltagswein und Partymitbringsel, ich persönlich ließ ihn zusammen mit dem Tatort am Sonntag „laufen“… Er ist regelrecht  unkompliziert, erschließt sich einem sofort und überfordert nicht im Geringsten.
Der Burgenland ist richtig trocken, zeigt eine angenehme Kirschfrucht, etwas Pfeffer, weiche Tannine und gerade so genug Säure, um den Wein ernst zu nehmen. Weiche Tannine und gerade so genug Säure, um den Wein ernst zu nehmen. Eigentlich ein richtig saftiger Trinkspaß, der Nachhall ist rebentypisch eher mittelkräftig. Wer Zweigelt kennt, sollte auch nicht mehr als einen Alltagswein erwarten!

Zugegeben erwarte ich von einem naturnahen Wein auch in diesem Preissegment dann doch ein bisschen mehr. Diese Qualität kann man im etwas besser sortierten Supermarkt finden. Eben weil er naturnah hergestellt ist, erwarte ich von dem Wein einfach etwas weniger Uniformität mit seinen Kollegen aus der Fabrik, keinen J. A. Schachenhuber (Zitat: “Im Stil der Zeit gekeltert…”) oder Lenz Moser. Denn darin liegt der Unterschied, das behauptet zumindest das Marketing des Weingutes.

Auch bei Zweigelt muss das möglich sein; um das zu erleben, habe ich den Wein gekauft. Ich frage ja gar nichtnicht nach breit und füllig, oder sonstigen vermeintliche Kriterien, nach denen ein Wein gerne „besonders“ ist, sondern nach dem Unterschied zu Vertretern in seiner Preisklasse. Die Wertigkeit eines Weines kann nicht nur in der Art der Herstellung liegen, sondern muss auch im Glas ankommen. Das klappt hier leider nur bedingt. Will den Wein nicht gänzlich schlecht machen, für die genannten Zwecke ist er völlig in Ordnung.

Für 8,90€ zu haben

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