Stolper in meinem Keller über zwei Flaschen Silvaner. Wittmann und v. Racknitz. Kein Lagengedöns, einfach Wein. In Franken glaubt man, Silvaner geht nur jung und frisch. 2012? Rührt hier keiner mehr an. Endstation: Ladenhüter

[dropcap1]M[/dropcap1]acht nix, dann trink ich 2012 halt allein. Bei Wittmann und v. Racknitz ist das Kerngeschäft sicher der Riesling. Verdammt guter Riesling. Aber große Brüder haben immer Einfluss auf „die Kleinen“… Und das Resultat ist bei beiden Weingütern mehr als nur Zufall, sondern der Wille zu gutem Wein.

"Silvaner – Luxus für jeden Tag" weiterlesen

Ein von vielen Fachleuten längst totgesagtes Magazin. Lesen das wirklich „nur noch Winzer“? Das wären dann in Deutschland schon mal ca. 80.000… Seit diesem Jahr in neuem Look. Matt ist das neue Hochglanz.

[dropcap1]D[/dropcap1]erzeit schreibt man in der aktuellen Ausgabe (5/2014) über kulinarische Adressen in Köln. Ein dort ermittelnder Tatort Kommissar und ein dort kochender Fernsehkoch halten wie kleine Jungs ihre Gesichter in die Kamera. Charakterköpfe. Bloß Illustrierte für den geneigten Weinfreund? Jein, zumindest kann vom Magazin wohl nicht erwarten, dass es alle bedient und allen gefällt!

Der aktuelle Beitrag über Rioja ist aber eben nicht nur unterhaltsam, sondern auch informativ. Ein zwei-Seiten-Hurra auf die Mosel; ja, ich mach nächste Woche mal wieder ein Möselchen auf… Dann noch für mich Neues über die Côte de Beaune, andere werden da vielleicht schon alles drüber wissen. Zudem die Vorstellung des neuen Weinbuches „die 100 Besten Weine der Welt“ von Wolfgang Staudt, über das ich mich als Blogger mit unendlich mehr Platz gesegnet, natürlich viel breiter auslassen konnte. Letztlich kommen wir beide, meiner einer mit viel Text, Meiningers Weinwelt mit weniger zu einer Kaufempfehlung.

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Ein Sonderling. Denn mit dem heutigen Tropfen wird Character offensichtlich. Massentauglich? Garantiert nicht!

[dropcap1]W[/dropcap1]as die avantgardistischen Wittmänner aus dem äußerst innovativem Wonnegau in Rheinhessen hier auf die Flasche bringen, stellt eigentlich alles auf den Kopf. Der Wein ist „nur“ ein QbA, ab 2012 wird genau dieser Wein dann als Ortswein, also in der Qualitätspyramide des VDP als gehobener „daylie drinkable“ verkauft. Der Preis ist eher nicht „daylie payable“, auch in seiner Art wirklich alles andere, als ein Mittagsschoppen.
Auf der Suche nach Eigenständigkeit, Extravaganz und schlichtweg einzigartiger Widererkennbarkeit trifft der Westhofener Riesling 2011 von Wittmann voll ins Schwarze. Für weniger Geld findet man sowas nicht. Diese Weinreise lohnt sich auf jeden Fall!Wittmann Westhofener Riesling Weinblog

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