Während also die Weinwelt unter den Eindrücken der asiatischen Kirschessigfliege, Pilzdruck und viel Feuchtigkeit noch über den unbekannten Ausgang des Weinjahres 2014 diskutiert, flüchtet der Weinblog in das traditionsreiche Piemont zu einem gelungenen Tröpfchen aus 2010 barbera incisiana weinblog
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Wein des Monats: Oktober 2014

[dropcap1]H[/dropcap1]eute im Glas ein Barbera d´Asti welcher mit Kraft und Tiefgang überzeugt, noch ein paar  Jährchen im Keller liegen könnte und für mich ein eindeutiges Signal ist: Piemont ist wieder da!
Nach dem die Schatzkammer der großen italienischen Weine Barolo, Barbaresco und Barbera die letzten Jahre etwas in der zweiten Reihe stand, man dafür aber immer wieder gute Tropfen für gutes Geld fand, tut sich was. Man (be)lebt wieder die Tradition, sucht die Ursprünglichkeit und erzeugt Weine, die nicht in irgendeine Richtung geprügelt werden.

"Barbera d´Asti Incisiana aus dem Piemont, nicht aus dem Barrique" weiterlesen

„Ein Wein von internationaler Stilistik“ und ähnliches wird einem von so manchen Winzern, Verkostern und vor allem Verkäufern häufig angeboten. Dabei frage ich mich, warum deutscher Wein nicht nach Deutschland schmecken darf – man viel seltener (gar nicht!) mit „typisch deutscher Stilistik“ wirbt. Wird deutscher Wein verleugnet? Mal wieder verliere ich mich in Begrifflichkeiten… Stachel Spätburgunder Maikammer weinblog

[dropcap1]H[/dropcap1]at deutscher Wein keinen Stil, ist der Wein wirklich schlechter oder ist es in Zeiten der political correctness schlichtweg unangenehm, mit eindeutig nationalen Erzeugnissen aus dem Weinberg zu werben? „Made in Germany“ klappt doch sonst auch, selbst Äpfel vom Bodensee werden nur bei unsachgemäßer Lagerung braun, Champagner kommt weiterhin aus Frankreich und Rioja bleibt in Spanien. Hat derjenige, der nach Italien Schmeckendes aus deutschen Gefilden verlangt in Geografie eigentlich gepennt?

"Internationaler Stil: Wer braucht den wirklich?" weiterlesen

Wein des Monats Januar 2014 Prinz Riesling Hallgartener Jungfer weinblog
Das neue Rheingau. Keine aufgeblasene Namen. Nicht das Etikett ist Garant für den Erfolg, sondern der Flascheninhalt. Verstecken muss sich Fred Prinz vom gleichnamigen Betrieb damit nicht, denn er gehört trotz recht kleiner Betriebsfläche schon längst zum Weinadel im Rheingau!

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[dropcap1]G[/dropcap1]laubt man dem ein oder anderen Weinschreiber, hatte das Rheingau die letzen Jahren nicht nur ein Image – Problem, sondern auch mehr als nur einen vermurksten Jahrgang. Zu Ur-Uropas Zeiten gehörten rheingauer Weine noch zu den Weltweinen. In edlen Fresstempeln standen die deutschen Rieslinge gleichauf oder noch vor den heute so hoch gelobten Regionen wie z.B. dem Burgund oder Bordelais. Das Preisniveau war ebenfalls Weltklasse, so manches Weingut lebt noch heute vom nachhallenden Renomee längst vergangener Tage.

"Prinz Riesling Hallgartener Jungfer Erstes Gewächs trocken 2010 Rheingau" weiterlesen