[dropcap1]E[/dropcap1]in Rot-, fast schon Schwarzwein, wie er mir eigentlich selten für den Weinblog über den Weg läuft. Zudem aus einem Winkel der spanischen Weinwelt, den man ebenfalls kaum auf dem Radar hat. Was sich hier mir vom Weingut Dominio de Tares aus dem nordspanischem Weinbaugebiet Bierzo zeigt, ist mir ein eindeutiges Urteil wert: Cepas Viejas

Wein des Monats September 2014

"Cepas Viejas – la Negra" weiterlesen

Rioja leidet. Ähnlich dem Bordeaux wird hier unheimlich viel und massentaugliches Zeugs für den Weltmarkt gemacht. Solar de Libano ist eine der wenigen Ausnahmen… ein Lichtblick!

Wein des Monats: Juli 2014

 

[dropcap1]E[/dropcap1]ine Crianza, die die Welt kennen sollte, es aber wohl leider nicht tut. Ohne konformen Weltgeschmack, wird trotzdem jedem schmecken! Rioja Solar de Libano Weinblog
Wie ich zu dieser Behauptung komme? Während also (teurer) Rioja gern als Dickschiff durch die Regale des Weltladen kullert, mit viel Holz um sich schlägt und dann auch noch irgendwie süß ist, und billiger oft nur dünner, roter Wein ist, überzeugt dieser hier als ein unverbastelter, echter Rioja.

"Solar, das täglich Brot!" weiterlesen

Die Sache mit dem Schwefel ist gar nicht so einfach. Was bisher eher aus Italien und Frankreich bekannt ist, schwappt so langsam nach Deutschland. Aber: Auch wenn schwefelfreier Wein vom Handel „beworben“ wird, ist dieser ein Märchen. Es gibt ihn nicht! Wer von schwefelfreiem Wein spricht, meint ungeschwefelten Wein, aber der Reihe nach Schwefel im Wein

[dropcap1]G[/dropcap1]oogelt man nach schwefelfreiem Wein, fällt sofort auf, dass diverse online Shops diesen Begriff als Keyword hinterlegt haben um Kunden damit zu locken. Ist der Kunde erst mal auf der Shopseite, mangelt es aber an weiterer Information. Mal ehrlich: Wer fragt denn jetzt auch noch nach? „In google we trust!“ Schwefel im Wein
Natürlich steht dann bei der Produktbeschreibung enthält Sulfite. Das ist aber in der gleichen Auflistung ähnlich unscheinbar platziert, in der auch Alkohol, Zuckerwerte und Mengenangabe stehen. Überhaupt, was sind denn jetzt Sulfite?
Seit November 2005 verlangt der Paragraph die Angabe von Schwefel im Wein. Genauer dem Schwefeldioxid SO2, bzw. das in wässeriger Lösung gebildete Sulfit. Das Gesetz wird mit der Aufschrift „enthält Sulfite“ umgesetzt. Die zugelassenen Höchstmengen im Wein sind je nach dessen Qualitätsstufe und Zuckergehalt vom Gesetzgeber definiert. Faustregel: Je süßer der Wein, desto höher ist der Gehalt an SO2. Schwefel im Wein

Schwefel im Wein(Bildquelle: DWI)

Das letztlich aus Gründen der Konservierung eingesetzte Schwefeldioxid ist auch in Bioweinen erlaubt. So gilt z.B. für Rotwein aus ökologischem Anbau mit einem Restzuckergehalt von unter 2g/l eine zulässige Höchstmenge von noch immerhin 150mg/l Schwefeldioxid. Eines der vielen Totschlagargumente von halbseitig aufgeklärten Bioweinextremisten – Biowein sei ja gänzlich frei von Chemie und demnach auch schwefelfrei – wäre damit dann auch vom Tisch. Schwefel = böse Chemie,  so nämlich funktioniert die Geschichte eben nicht! Schwefel im Wein

Wie kommt “Schwefel” in den Wein?

SO2 wird eingesetzt um Weine mikrobiologisch zu stabilisieren, sprich haltbar zu machen. Der Winzer kauft Schwefeldioxid in Gasflaschen und pustet diesen dann in den Wein. Zusammen mit den anderen Säuren wird im Wein jenes „lebensfeindliche“ Milieu geschaffen, welches für die mikrobiologische Stabilität, also Haltbarkeit, notwendig ist.
Das ist keine Erfindung der Neuzeit, kein önologisches Breitschwert der industriellen Weinbereitung unserer Tage. Selbst die Römer benutzten Schwefel zur Weinbereitung, indem sie brennende Schwefelstücke in die Fässer legten und dadurch SO2 freigesetzt wurde. Die Dosierung war eher Glückssache, was z.B. im Mittelalter bei merklich hohen Konzentrationen immer mal wieder zu entsprechenden Erlässen der Obrigkeit geführt hat. Schwefel im Wein

"Schwefel im Wein – Bruchlandung des Monats März" weiterlesen