„Ein Wein von internationaler Stilistik“ und ähnliches wird einem von so manchen Winzern, Verkostern und vor allem Verkäufern häufig angeboten. Dabei frage ich mich, warum deutscher Wein nicht nach Deutschland schmecken darf – man viel seltener (gar nicht!) mit „typisch deutscher Stilistik“ wirbt. Wird deutscher Wein verleugnet? Mal wieder verliere ich mich in Begrifflichkeiten… Stachel Spätburgunder Maikammer weinblog

[dropcap1]H[/dropcap1]at deutscher Wein keinen Stil, ist der Wein wirklich schlechter oder ist es in Zeiten der political correctness schlichtweg unangenehm, mit eindeutig nationalen Erzeugnissen aus dem Weinberg zu werben? „Made in Germany“ klappt doch sonst auch, selbst Äpfel vom Bodensee werden nur bei unsachgemäßer Lagerung braun, Champagner kommt weiterhin aus Frankreich und Rioja bleibt in Spanien. Hat derjenige, der nach Italien Schmeckendes aus deutschen Gefilden verlangt in Geografie eigentlich gepennt?

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