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Jesuitenhof Riesling Dirmsteiner weinblogSo direkt und schlichtweg suchtfördernd findet man ihn selten: Riesling! Am Anfang sicher etwas verschlossen, gar zaghaft im Glas. Fast will man schon sagen, ja, war halt nix. Wenn da nicht diese Säure wäre. Dominant, prägnant, schlichtweg stahlig fordernd verkündet sie bereits, was der Wein an der Luft erst noch werden muss. Ein Klassiker! 

Das Weingut Jesuitenhof, genauer die Familie Schneider aus dem pfälzischen Dirmstein hatte ich bisher nicht auf dem Schirm. Der Gault&Millau schon und urteilt: „Seit wir vor einigen Jahren auf die Familie Schneider aufmerksam geworden sind, macht es uns regelmäßig Spaß, die Weine des Jesuitenhofs zu verkosten. Es sind klare, rebsortentypische Tropfen, die man dem Kunden einschenkt, Weine klassischer Prägung.“

Der Dirmsteiner Jesuitenhofgarten wird allein von der Familie Schneider bewirtschaftet. Diese betreibt im ehemaligen Kloster Jesuitenhof seit 1803 Weinbau, heute auf etwa 20ha Rebfläche. In Dirmstein selbst wird Rebsaft bereits seit dem Jahr 867 vergoren, das ist urkundlich erwähnt!
Die Weißweine wie dieser Riesling werden im Weingut Jesuitenhof im Stahltank vergoren, auch dort ausgebaut. Das Weingut selbst bezeichnet sich als naturnah wirtschaftend; ist aber nicht Bio – zertifiziert. Nicht, dass ich das für unbedingt notwendig halte, wurde aber vor wenigen Wochen scharf kritisiert, dies bei einem Winzer aus Österreich nicht eindeutig getrennt zu haben.
Das Weingut legt großen Wert auf sortentypische Weine, will Akzente der einzelnen Rebsorten betonen und liest heute – nachdem man in der maschinellen Ernte immer mehr Nachteile sieht – wieder überwiegend von Hand.

Und tatsächlich ist dieser Tropfen eindeutig für Verehrer dieser Rebe gemacht. Weitab von Kabinett und ähnlich grazilen Tröpfchen entwickelt dieser Spätgelesene einen brachialen Ausdruck, der die Mundwinkel zu einem Lächeln nach oben katapultiert und zugegeben so manch höheres Semester unter den Verkostenden im Magen Grenzen aufzeigen wird. Hier wird nicht gekuschelt! Jesuitenhof Riesling Dirmsteiner weinblog

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 Fast goldgelb mit leicht grünem Einschlag im Glas, ist seine Nase geprägt von gelben Früchten wie Aprikosen, dazu Mandelnoten und etwas Minze; dabei ein leicht grünlicher Anklang von Paprika. Am Gaumen stoffig dicht, mit gefühlten 3g Restzucker fulminantes Spiel mit deutlich höherer Säure. Im Nachhall kraftvoll würzig, druckvoll mineralisch und auf der Zunge fast nicht endend.wollend. Jesuitenhof Riesling Dirmsteiner weinblog
Für 7,90€ ab Hof sehr erstaunlich und überzeugend, zumal andere Weingüter in derart schweren Flaschen auch schon mal ihre GG´s abfüllen. Auch zwei drei weitere Jahre im Keller können nicht schaden, werde es zumindest ausprobieren. Jesuitenhof Riesling Dirmsteiner weinblog

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