Salwey Pinot Noir Wolfsterasse 2009 trocken Baden

Kategorien 2009, Baden, bis 15€, Pinot Noir, Salwey, Spätburgunder, trocken, bis max. 9g/l, VDP

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Brauchen wir heute wirklich noch Kork? Ein kurzes Pamphlet!

von Alex. Schilling

Den Wein habe ich heute nicht zum ersten Mal probiert, es ist jetzt schon die dritte Flasche. Der Kaiserstuhl in Baden ist für Spätburgunder recht bekannt, man kann diesen als „Referenz“ bezeichnen, wobei jedem überlassen sei, was das nun ist. Man merkt also, ich beginne mit einem leicht genervten Grundton, warum? Salwey Baden Salwey Baden Salwey Baden

Wie gesagt, dies ist die dritte Flasche für immerhin 12,50€. Das Problem: die dritte Flasche, die massiv korkt! Ärgerlich, man könnte jetzt versuchen dennoch eine Beschreibung des Weines zu versuchen, denn ich glaube, hier dennoch einen grundsätzlich vernünftigen Wein zu haben… Im Weingut werden übrigens auch Schraubverschlüsse verwendet, z.B. für den Grauburgunder. Salwey hat sich aber bewusst für den Kork entschieden, das Produkt soll so an den Kunden gebracht werden. Die Zeiten, in denen Schraubverschlüsse als das Ende jeglicher Weinkultur verstanden wurden, sind aber längst vorbei. Davon abgesehen, dass die Herstellung von Korken nicht gerade umweltfreundlich ist, liegen die technischen Vorteile des Schraubverschlusses nach vielen Jahren der Nutzung auf der Hand.
Zumindest ist der Einsatz des Schraubers bei Weinen die in den nächsten Jahren getrunken werden unbedenklich, zumal es auch bei Weinen die vor bald 10 Jahren so ausgestattet wurden in der Regel auch keine Probleme gibt. Alles darüber ist bisher ungewiss…  Lagerfähige Weine werden immer häufiger mit Schraubverschlüssen versehen. Bei vielen deutschen Weingütern wurde der Korken längst verbannt. Der Schraubverschluss hat sich in der Weinwelt in der Breite etabliert, nur die Franzosen halten am Korken fest. Salwey Baden Salwey Baden Salwey Baden

Wenn Salwey sich aus Marketinggründen für den Korken entscheidet und das Risiko eingeht, muss man sich das Echo dann auch gefallen lassen. Zumal dieser Wein über einen „Mittelsmann“ in den Handel kommt, die so genannte „Selektion Alexander von Essen“ einem Tochterunternehmen von Wein Wolf . Einer der größten Weinimporteure und -händler Deutschlands neben HAWESKO. Es werden also größere Mengen hergestellt, es gibt f ür dieses Produkt ein Qualitäts- und auch Quantitätsmanagment. Mit Garagenwinzer und „mal schauen was am Ende rauskommt“, hat das nichts zu tun. Also erwarte ich am Ende für über 10€ auch ein konsumfähiges Produkt.

Für 12,50€

www.derweinblog.de

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