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derWeinblog.de | neugierig. autodidaktisch. interessierter Amateur im besten Sinne

Weinkritiker:

Was ist das? Ich bin sicher keiner. Sehe mich als bloggenden Weintrinker, allenfalls noch als Verkoster. Der Kritiker ist jemand, der Empfehlungen ausspricht. Klar, das mache ich auch, äußere mich aber nicht über Weine, dir mir nicht gefallen. Und dass muss ein Kritiker tun, um seine Neutralität zu wahren. Überhaupt: meiner Trinkerei sind biologische Grenzen gesetzt, alles was mich begeistert, ist letzlich eine klitzekleine Auswahl. Vollständigkeit und somit dem Anspruch genügen “es zu wissen” kann ich niemals leisten.
Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden. Den größten Spaß hat man beim selbst probieren!
Einen lesenswerten Beitrag zum “Beruf” des Weinkritikers bietet Carsten M. Stammen auf seiner Seite VinoBlog, schaut mal rein.

Wie es begann:

Wein Weinblog Alex SchillingVor Jahren brachte mich eine Studienfahrt der Uni in die Wachau in Österreich. Bei einem Heurigen wurde ich “entjungfert”, das bis dahin geliebte Bierchen gibt´s da nämlich nicht!

Aus der Not heraus beim Heurigen einen Grünen Veltliner bestellt, mit Blauem Zweigelt ging´s dann weiter. Nach dieser Weindämmerung habe ich dann immer mal wieder Weine aus Österreich probiert, aus einer zarten Neugier wurde eine große Leidenschaft.

Irgendwann beschäftigte ich mich mit der Herstellung von Wein, befasste mich mit Rebsorten, kaufte Bücher und noch mehr Wein. Täglich eine neue Welt!
Bald wurde mir klar, dass man seine Wahrnehmung schulen kann; stellte wiedererkennbare Aromen in den Weinen fest und begann das zu notieren. Auf Weinabenden mit Freunden lernte ich recht schnell, dass jeder einen Wein auf seine Weise beschreibt und man sich dennoch verständigen kann. Wein ist ein subjektives Erlebnis.
Nach der Uni verschlug es mich dann auch in den Weinhandel. Da ich gerne schreibe, landete ich recht bald bei einem Blog als Co-Autor. Nach erster Euphorie und Plänen für den X-ten Weinshop im Netz, entschied man sich aber, besser wieder getrennte Wege zu gehen. 

Wein im Netz:

Ob Blog oder social media: diese erreichen meist wenige Leser, dafür spitze Zielgruppen. Weinblogs sind und bleiben für Freaks, für finanziell halbwegs unabhängige – oder unvernünftige – Connaisseure und sind zumeist autoreferenziell in der Wein-, Winzer- und Themenauswahl. Was viele nicht wahr haben wollen, die digitalen Weinschreiber sind Spiegel einer verträumten Mikrofacette in der großen, industriellen Weinwelt; was meinen Blog natürlich gnadenlos mit einschließt.
Die einzige breiter sendende und für ganz normale Weintrinker gestrickte Seite dürfte immer noch Captain Cork sein. Stilistisch gern auch mal vulgär, Informationsgehalt bewusst niedrig, quasi die Wein – Bild – Zeitung im Netz. Kann man mögen, muss man nicht.

Vieles was im Netz als Avantgarde und “wichtig” verbreitet wird, ist oftmals nicht mehr, als der berüchtigte Sturm im Wasserglas. Debatten werden sehr persönlich und viel zu empathisch ausgefochten; da redet man am Eigentlichen schon mal vorbei. “Zu viele Menschen diskutieren um zu gewinnen, nicht um sich mit anderen Menschen auszutauschen“, sagt der für seine Nüchternheit von mir geschätzte WeinBlogger Felix Bodmann.

Bitte die Weinzeitschriften nicht vergessen. Auch wenn diese in der digitalen Weinwelt gerne als altbacken oder gar ausgedient bezeichnet werden, normale Menschen wollen eben auch mal eine Urlabsstory oder eben irgendwelche Tips für “schwachsinnige” Accessoires. Auch so genannte Weinchallenges sind wichtig, hat der normal arbeitende Bürger doch die Möglichkeit, sich als Laie für “guten” Wein zu entscheiden. Das kann man freilich alles anders sehen, aber die Zukunft des Planeten wird es nicht wesentlich beeinflussen… Ab und an mal locker durch die Hose atmen!
Absolut zu empfehlen sind schon wegwn ihrer Gegensätzlichkeit die beiden noch recht jungen Blätter enos und Schluck, über beide habe ich bereits berichtet.

Der Artikel/Blogeintrag:

Mein Anliegen ist, dass Wein tiefer und breiter kommuniziert wird. Mein Angebot an den Leser ist, das Thema zu vermitteln, anzuregen, letztlich aber auch zu unterhalten! Ob mir das wohl immer gelingt? Letzteres wohl noch am ehesten. Vor allem will ich selbst was lernen. Dafür muss man journalistisch arbeiten, sprich recherchieren. Den wertenden Kommentar als Einzelmeinung schließt das nicht aus! Verissen wird bei mir aber niemand, es gibt wichtigeres auf der Welt, als vinophile Kreuzzüge gegen wen oder was auch immer zu starten.
Am Ende eines Textes steht die Verkostungsnotiz. Das sprachliche Abbild einer immer subjektiven und von der Tagesform des Verkosters abhängigen Weinbetrachtung ist der Versuch, meine Sicht eines Weines näher zu bringen. Gelingt das nicht, ist der Versuch keineswegs gescheitert. Auf deutsch: Es gibt keine Geschmackshoheiten oder gar Diktate, jeder hat seinen eigenen Geschmack und bweretet selbst, was ihm gefällt und was nicht.

Kann man Wein denn “lernen”? – klar, man kann ja auch Fußball lernen:

Trinkt Wein. Trinkt immer wieder Wein. Andere Länder lernt man nur kennen, wenn man sie bereist, mit Wein ist das nicht anders. Vor allem: ärgert und freut euch! Das Weintrinken ist eine oft rein emotionale Sache.
Die meist befremdliche Art und Weise, in der „Kenner“ über Wein urteilen, ist letztlich lernbare Nomenklatur: Was für den einen der „eingerittene Damensattel“ ist, assoziieren andere mit Attributen wie Blut, Schweiß und Leder… nicht so lecker zu lesen, aber doch deutlich verständlicher. Oder doch nicht?

Meine Unabhängigkeit – Werbung & Dienstleistungen:

Gern verkoste ich Weine, die von mir nicht käuflich erworben wurden. Kontaktieren kann mich diesbezüglich jeder, der will, dass ich seinen Wein probiere. Dies führt aber nicht automatisch dazu, dass ich hier auf dem Blog darüber schreibe! Da ich bei allen Weinen eine Bezugsquelle angebe, wird der Einreicher der Weine verlinkt. Geld nehme ich dafür keines und bringe das Altglas selbst weg!

Affiliate-Links und sonst welches hippe Zeug gibt es bei mir grundsätzlich nicht! Anfragen zu derartigen “Kooperationen” sind zwecklos!

Banneranzeigen – in der Sidebar und/oder im Fließtext eingebaut – sind möglich. Auf Anfrage halte ich eine Kostennotiz bereit. Für weitere Ideen bin ich offen, verweise aber gleich darauf, dass auch redaktionell wirkende Werbung genau so Werbung ist und nicht nur auf Grund der Gesetzeslage, sondern vor allem für meine Leser gekennzeichnet wird.

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32 Gedanken zu „über Weinblog.de“

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