Markus Molitor ist Riesling

Strahlender Sonnenschein lud am letzten Wochenende zahlreiche Besucher nach Bernkastel-Wehlen zum Weingut Markus Molitor an die Mosel ein. Bei dessen Jahresverkostung erwartete den Weinblog nicht nur das vegetativ so schwierige Weinjahr 2013, man zeigte auch beeindruckende Jahrgangsvertikalen. Und dann wären da ja noch die Spätburgunder…

[dropcap1]D[/dropcap1]as Weingut Markus Molitor mit derzeit 50ha Rebfläche ist mit Abstand das größte privat bewirtschaftete Weingut an der Mosel. Ohne Mühe lässt sich der Betrieb an der Mittelmosel zu den renommiertesten Betrieben Deutschlands zählen. Auch qualitativ eines der Aushängeschilder des deutschen Weinbaus. M

Markus MolitorDas geht sogar ohne Mitgliedschaft beim überregionalen VDP, der sich momentan mit sicher richtig eingeschlagenem Weg, aber vielen Ausnahmeregeln und schwerer Kommunizierbarkeit für den Kunden im Aufbruch befindet.
Das Weingut Markus Molitor ist Mitglied im Bernkasteler Ring, ein Verband, der sich regional begrenzt um die Bedürfnisse der Moselwinzer kümmert und deutlich weniger als Marke auftritt. Markus Molitor ist Riesling weiterlesen

Ein Kabinett, ein Kabinett… endlich!

Rheingau Bashing ist recht beliebt. Gemessen an der Leistung der vergangenen Jahrzehnte ist das auch berechtigt. Wobei die Weinschreiberei hier auch gerne mal den Chor anstimmt. Moden? Sie können zum Abgesang einer ganzen Region oder Machart beitragen, wie z.B. derzeit natürlich niemand marmeladige Rotweine mag. Wer weiß, kommt vielleicht alles mal wieder…

[dropcap1]O[/dropcap1]k, versuche mich mit einer netten Formulierung zu retten, die auch von unserer Kanzlerin stammen könnte: Im Rheingau herrscht qualitative Vielfalt.
Mit Massenabfüllern, unbekannten Familienbetrieben und großen Namen mit VDP Zugehörigkeit gibt es eben alle Qualitäten, die der Markt so haben will. Oft muss der Name herhalten um im Discounter zu landen, der Inhalt ist dann egal. Selbst VDP Betriebe geben sich dafür schon mal her. Oft ist der Name “groß genug”, um für viel Geld im Keller zu oxydieren. Auch da ist der Inhalt oftmals völlig wurschd. Nomen est Omen, falscher Luxus!August Eser Winkel Jesuitengarten Weinblog
Anzeige:

headerbay
Dennoch, der Weltruhm – auch wenn er vor hundert Jahren deutlich lauter hallte – hat immer noch Bestand. Viele Winzer leben von ihrem einem Château ähnelnden Renommee und pflegen dieses natürlich. Mit Erfolg. Im Rheingau geht es ein wenig zu wie im Bordelais. Ohne Ruhm ginge da auch so ziemlich gar nix. So mancher tanzt hier aber um längst erkaltete Asche, wo andere Regionen deutlich besser darin sind, die Glut weiter zu tragen. Der konzeptionelle und qualitative Stillstand im Rheingau mutet kuschelig an. Stillstand ist recht leise, trügerisch leise!August Eser Winkel Jesuitengarten Weinblog Ein Kabinett, ein Kabinett… endlich! weiterlesen

Domdechant Wernersches Weingut Hochheimer Hölle Riesling Kabinett 2010 Rheingau

Domdechant Werner Domdechant Werner Domdechant Werner

Domdechant Werner - derWeinblog

Wenn alle mal wieder nach wild und hipp schreien, ist der Griff zur Tradition manchmal gar nicht verkehrt!
von Alex. Schilling

Über den Rheingau wurde viel geschrieben und wird auch noch viel geschrieben werden. Bekannte Weingüter, noch bekanntere Lagen und deren dauernd gleich bleibende Reputation in so manchen Printmedien lassen den einen immer wieder von neuem Jubeln: „Der Rheingau gehört mitunter zu dem Besten, was die deutsche Weinwelt zu bieten hat“, manch anderer gibt auf und hofft, dass sich „irgendwann was tut“. Was sich dann aber tun soll, schreiben nur wenige. Domdechant Wernersches Weingut Hochheimer Hölle Riesling Kabinett 2010 Rheingau weiterlesen