Weingut Rings Riesling 2010 Kalkmergel trocken Pfalz

Weingut Rings Kalkmergel derWeinblog
Bei jedem Wein schaue ich mir auch immer die Homepage des Winzers an. Zum einen, weil mich Webdesign interessiert, zum anderen natürlich immer aus der Hoffnung heraus, Informationen zum Wein zu bekommen.
Die Homepage des Weingut Rings ist unheimlich schick, reduziert und das pure Understatement. Für mögliche Kunden mit so einfachen Fragen wie „Wer sind denn die“, „was machen die so“ ist sie zumindest schwer navigierbar… man kann dann noch ein paar PDF runterladen ohne wirklich schlauer zu werden.

Dank Google findet man dann aber doch etwas zu Weingut Rings. Jahrelang war das Weingut Rings Fasswinzer, d.h. es wurden Weine für den Verkauf nach Übersee, oder als Zulieferer für andere Betriebe hergestellt. Mit der Jahrtausendwende nahmen die beiden Söhne der Winzerfamilie, Andreas und Steffen Rings das Ruder in die Hand. Durch konsequente Ertragsreduzierung wurde die Qualität gesteigert, man stellte auf Flaschenabfüllung um. Mittlerweile ist das Weingut eines der Starwinzer aus der Pfalz, das Weingut Rings heißer Kandidat für die Aufnahme in den VDP. Auszeichnungen ohne Ende – vor allem für ihre Rotweine – in den letzten Jahren zeugen doch von einem breit anerkannten Können der beiden “Jungwinzer”.

Verkostungsnotiz:
Der handverlesene Kalkmergel zeigt im Glas eine schöne, mittelgelbe Farbe mit grünlichem Stich, deutliche Fruchtnoten. Leichte Eindrücke von Äpfeln, Quitten, vor allem aber würzig kräutrige Töne. Ein frisches, kräftiges Säurespiel kündigt sich bereits an der Nase an. Vom Mundgefühl sehr leicht und frisch; mit einem gefühlten Restzucker irgendwo bei 2-3g/l und ordentlich frischem Säurekick knochentrocken. Muss man mögen, Rieslingnerds werden sich hier wiederfinden. Sehr klar und zugänglich, wunderbarer Begleiter zu leichteren Gerichten mit hellem Fleisch (Wiener Schnitzel). Zischt aber auch solo wunderprächtig. Am Gaumen dann volle Breitseite mit würzigen Noten, ein bisschen Luft und nicht direkt aus dem Kühlschrank getrunken steht dem Wein sehr gut. Im Nachhall zeigen sich dann Anklänge von frischen Paprika und noch mal deutlich nachklingende Mineralik, ein kleiner Steinewerfer ist das schon.

Insgesamt ein gut zugänglicher, mineralischer Riesling für den Alltag, der nach zwei Stunden „leider“ schon ausgetrunken war…

Gibt’s für 8.95€ ab Hof

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